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Le Mont-Saint-Michel

Le Mont-Saint-Michel

Der kleine Ort in Frankreich ist etwas ganz Besonderes, das sieht man schon von weitem. Vor allem liegt das an der Gezeiteninsel Mont-Saint-Michel. Das Wahrzeichen der Insel, die Abtei Mont-Saint-Michel, ragt in dessen Mitte unverkennbar in den Himmel. Dabei sieht das Bauwerk weniger aus wie ein Kloster und vielmehr wie ein verwunschenes Schloss aus einem Disneyfilm.

In Le Mont-Saint-Michel ist das beeindruckende Abteigebäude jedoch nicht die einzige Sehenswürdigkeit. Statte dem Städtchen in der Normandie einen Besuch ab und lass dich von dessen Charme verzaubern!

Die wichtigsten Fakten – kurz und knapp

Was ist Le Mont-Saint-Michel?

Le Mont-Saint-Michel gehört zu den bestbesuchten Sehenswürdigkeiten in Frankreich. Offiziell besteht die Gemeinde nicht nur aus der bekannten Insel mit ihrem Kloster, sondern hat eine Gesamtfläche von rund 4 km² die sowohl die Bucht, als auch Gebiete auf dem Festland mit einschließt.

Wo liegt Mont-Saint-Michel?

Die Gemeinde befindet sich im Norden Frankreichs, in der Normandie. Die Insel liegt im Ärmelkanal im Wattenmeer in der Region Manche.

Was ist das Besondere an Mont-Saint-Michel?

Bei Mont-Saint-Michel handelt es sich um eine eigenständige Gemeinde. Auch wenn die nur rund 30 Einwohner zählt, hat sie die gleichen Stadtrechte wie jeder andere größere Ort.

Das Besondere an der Insel: Mont-Saint-Michel ist eine Gezeiteninsel. Je nachdem, ob gerade Flut oder Ebbe herrscht, ist die Insel auch wirklich eine Insel oder eben mit dem Festland verbunden. Die Gezeiten dort sind die stärksten in ganz Europa – bis zu 15 km zieht sich das Wasser bei Ebbe zurück.

Wie kommt man zu Mont-Saint-Michel?

Am bequemsten ist die Anreise mit dem Auto – von Paris aus dauert die Anfahrt rund drei Stunden. Die Insel selbst kann nicht mit dem Auto befahren werden, ein öffentlicher Parkplatz befindet sich etwa 2,5 km vor der Insel auf dem Festland. Von dort können Besucher entweder zu Fuß auf die Insel gelangen, mit einem Shuttlebus oder Pferdekutschen.

Was ist die beste Reisezeit für Mont-Saint-Michel?

Am angenehmsten sind die Temperaturen in den Monaten von April bis September. Wenn es irgendwie geht, vermeide die französischen Sommerferien. Die fallen in die Monate Juli und August und führen dazu, dass die Insel sehr überlaufen ist. Viele Reisende planen ihre Reise außerdem um die Gezeiten herum – Besucher denen es wichtig ist, Le Mont-Saint-Michel als richtige Insel zu erleben, kommen dann, wenn eine besonders große Tide angesagt ist.

Klosterberg Mont-Saint-Michel

Die Abtei auf dem Klosterberg Mont-Saint-Michel ist die beliebteste Attraktion in der Gegend und für viele Reisende der Hauptgrund für einen Besuch des Ortes in der Normandie. Seit 1979 zählen der Berg und die Bucht zum UNESCO-Weltkulturerbe.

So sieht die Insel aus

Die Insel mit dem Klosterberg hat einen Umfang von lediglich 830 Metern. Die Mauern um die Gemeinde herum geben der Insel das Aussehen einer Festung. Und allgemein mutet das gesamte Dorf sehr mittelalterlich an. Der Name Mont-Saint-Michel wird dabei sowohl für das Kloster, als auch für die gesamte Insel, die Bucht und die Ortschaft verwendet. Das Kloster liegt am höchsten Punkt der Insel auf einem Hügel – daher auch der Name Mont, der übersetzt Berg bedeutet.

Geschichte des Ortes

Um den Klosterbau ranken sich zahlreiche Mythen. Nach der bekanntesten soll der Erzengel Michael den Bau in Auftrag gegeben haben – daher auch der Name Mont-Saint-Michel. In den Jahren 708 und 709 setzte der Bischof Aubert de Avranches den ersten Grundstein. Im 10. Jahrhundert wurde dann eine erste Kirche errichtet und kurz darauf gründeten Benediktinermönche das Kloster. Man schätzt, dass die Klosteranlage um das Jahr 1520 fertiggestellt worden sein soll.

Seit Jahrhunderten ist die Insel mit dem Kloster ein wichtiger Anlaufpunkt für Pilger. Mittlerweile ist der Ort ein offizieller Stopp auf dem Jakobsweg.

Heute leben dort Ordensleute der Gemeinschaften von Jerusalem, das Kloster an sich ist jedoch im Staatsbesitz.

Architektur von Mont-Saint-Michel

Das Kloster ist als eines der größten und teuersten Bauprojekte des Mittelalters bekannt. Der Bau erstreckte sich über Jahrhunderte, weshalb dort auch verschiedene Baustile vertreten sind.

Zuerst wurde die Abteikirche im romanischen Stil gebaut. Im 13. Jahrhundert erfolgte ein Ausbau der Kirche im Stil der Gotik. Auch spätgotische und klassizistische Elemente finden sich noch in dem Kloster. Das hauptsächlich verwendete Material ist Granit, auch Sandstein findet sich an manchen Stellen.

Der Baustil der Abtei und der Ortschaft im Allgemeinen ist ein Paradebeispiel für die normannische Architektur.

Warum das Kloster Mont-Saint-Michel so besonders ist

Das Kloster ist eines der wenigen noch erhaltenen Gebäude aus dem Mittelalter in dieser Größenordnung – die meisten wurden in der Zeit der Französischen Revolution zerstört. Und auch Mont-Saint-Michel ist diesem Schicksal nur knapp entkommen. Besonders zu seiner Zeit als Gefängnis im 18. Jahrhundert verlor das Kloster seinen Charme und sein Ansehen.

Glücklicherweise erkannte Victor Hugo das Potential dieses Ortes und setzte sich für dessen Wiederaufbau und Erhaltung ein. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Kloster deshalb restauriert. Im Jahr 1879 wurde endlich ein Damm gebaut, der es seitdem möglich macht, die Insel auch bei Flut zu erreichen.

Nicht verpassen: Die Aussicht vom Klostergebäude, denn die ist wirklich einmalig.

Mont-Saint-Michel und das Spiel der Gezeiten

Seiner besonderen Lage und den dort stattfindenden Gezeiten verdankt die Insel einige Kosenamen. Pilger nannten die Abtei zum Beispiel gerne Mont-Saint-Michel au péril de la mer, was übersetzt so viel bedeutet wie Mont-Saint-Michel in der Gefahr des Meeres und Victor Hugo verglich die Flut dort mit galoppierenden Pferden.

Besonderheiten einer Gezeiteninsel

Eine Gezeiteninsel ist sozusagen nur eine Teilzeitinsel. Wenn der Wasserstand hoch genug ist, was bei Flut der Fall ist, wird sie zur richtigen Insel.

Die Region Manche und besonders Mont-Saint-Michel besitzen den größten Tidenhub Europas: der Unterschied zwischen Ebbe und Flut macht bis zu 13 Meter aus! Das bedeutet, dass sich das Meer bei Ebbe bis zu 15 km zurückzieht. Dadurch entsteht ein Watt mit einer einzigartigen Flora und Fauna.

Verbindung zum Festland

Bis 1879 war Mont-Saint-Michel nur bei Ebbe zu erreichen. Der dann errichtete Damm erlaubte es jedoch von da an, auch bei Flut auf die Insel zu gelangen. Die Verbindung zum Festland brachte jedoch nicht nur Vorteile, sondern auch ein gravierendes Problem: der natürlich Lauf des Meeres wurde dadurch unterbrochen, was zur Versandung des Gebietes führte.

Um den charmanten Inselcharakter nicht zu verlieren, wirkte man dem entgegen: im Jahr 2014 gab es eine neue Stegbrücke für Mont-Saint-Michel, die die Gezeiten unterstützt. Und rund 17 Mal im Jahr, bei einer besonders großen Flut (vor allem bei Vollmond) läuft ein kleiner Teil der neuen Brücke voll Wasser und die Insel wird wieder zur Insel!

Wattwanderungen

Wattwanderungen sind eine sehr beliebte Aktivität für Reisende, die Mont-Saint-Michel während der Ebbe besuchen. Im Watt kannst du stundenlang herumwandern. Besonders schön sind die Wanderungen, bei denen du etwas weiter weg vom Klosterberg startest, denn so bekommst du ganz neue Ausblicke auf den Mont. Buche am besten eine geführte Tour, denn ohne Kenntnisse des Gebiets kann es im Watt schnell gefährlich werden. Um nicht von der Flut eingeschlossen zu werden, müssen die Gezeiten immer im Blick behalten werden.

Top Attraktionen in der Umgebung

Nicht nur die Insel Mont-Saint-Michel ist einen Besuch wert. In der Gegend um die Bucht gibt es so einiges zu entdecken.

Granville

Das nur etwa 20 km entfernte Städtchen wird oft auch Monaco des Nordens genannt. Schlendere durch die pittoresken Gassen oder mach eine Bootstour und erkunde das Chausey-Archipel mit seinen Hunderten von Inselchen. Dort wirst du zahlreiche Vogelarten beobachten können und mit etwas Glück sogar Delfine!

Saint-Malo

Die wunderschöne Hafenstadt mit dem unglaublichen Ausblick auf das Meer wird oft auch als Piratenstadt bezeichnet. Die Bauweise mit den eindrucksvollen Mauern wird dich in eine andere Zeit versetzen. Saint-Malo ist einfach der perfekte Ort, um die sogenannte Smaragdküste zu bewundern.

Wassersport

Für die Abenteuerlustigen und Sportler gibt es sowohl in Granville als auch in Saint-Malo die Möglichkeit zum Kite- oder Windsurfen. Auch in Kajaks kannst du die Bucht von Mont-Saint-Michel von dort aus entdecken.

Tipps für deinen Besuch in Mont-Saint-Michel

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Anreise

Am unkompliziertesten ist die Anreise mit dem Auto. Von Paris brauchst du für die Fahrt rund drei Stunden und parken kannst du auf dem Festland direkt vor der Insel.

Auch mit dem Zug kannst du anreisen. Der nächstgelegene Bahnhof ist in Pontorson, von dort fährt ein Bus nach Mont-Saint-Michel.

Einmal vor der Insel angekommen, hast du verschiedene Möglichkeiten, die Brücke zu überqueren: zu Fuß dauert es etwa 40 Minuten, mit dem kostenlosen Shuttle Le Passeur geht es sehr viel schneller. Alternativ kannst du auch eine Kutsche nehmen.

Verpflegung auf der Insel

Mont-Saint-Michel ist sehr touristisch. Im Klartext: es gibt eine ganz Reihe von Restaurants und Imbissbuden, manche sehr gut, manche weniger; was aber alle gemeinsam haben: sie sind teuer. Wenn du mit einem knappen Budget unterwegs bist, nimm lieber ein Lunchpaket mit!

Der frühe Vogel…

Die Gassen in dem Dorf können sehr voll werden. Wenn du die Straßen menschenleer genießen willst, komm unbedingt frühmorgens (auf keinen Fall später als 9 Uhr). Die Stadt ist immer geöffnet, zu Fuß kannst du also schon auf die Insel laufen, bevor das Shuttle zu fahren anfängt.

Lerne das zauberhafte Mont-Saint-Michel selbst kennen

Besucher, die schon einmal dort waren, beschreiben Mont-Saint-Michel als einen verzaubernden Ort, den man unbedingt einmal im Leben besucht haben sollte. Die Geschichte der Abtei und die Schönheit des Ortes sorgen dafür, dass es Reisenden auf keinen Fall langweilig wird. Und das einmalige Naturschauspiel der Gezeiten machen einen Besuch des Mont und seiner Bucht zu einem unvergesslichen Erlebnis!

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